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Berlin
17.12.2009, 19:00

Podiumsdiskussion:
Doppelgedächtnis: 20 Jahre Mauerfall – 20 Jahre europäische Freiheit

Debatten für Europa – Abschlussveranstaltung mit Wolfgang Schäuble und Mart Laar

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin
Berlin Brandenburg

Beschreibung:

 

Nach elf Gesprächen über die Rolle der Vergangenheit für die europäische Zukunft, mit jeweils einem Ost- und einem Westeuropäer, lädt die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa zum Abschlussgespräch der Reihe „Doppelgedächtnis“ ein.

Mart Laar, Politiker und Historiker, Ministerpräsident a.D. von Estland, und Wolfgang Schäuble, Finanzminister Deutschlands, zur Zeit des Mauerfalls als Innenminister verantwortlich für den Einigungsvertrag mit der DDR, bestreiten das 12. Doppelgedächtnis-Gespräch.

Wolfgang Schäuble betrachtet den deutschen Einigungsprozess zwar als „gut vorangekommen“, aber noch nicht vollendet: „Trennung und Einigungsprozess sind Wunden, die so schnell nicht verheilen.“ Der Mauerfall war für den damaligen westdeutschen Innenminister ein bewegender Moment, verbunden mit der Frage „Wie wird‘s gehen“. Denn „die allermeisten hatten nicht begriffen, wie fremd wir uns zum Teil geworden waren.“ „Die Menschen in der DDR haben nach Westen geschaut, und wir in der Bundesrepublik auch.“

Prägt die Europäer diese Asymmetrie zwischen Ost und West auch noch 20 Jahre nach dem Mauerfall? Gibt es ein europäisches Gedächtnis, das die Erinnerungen diesseits und jenseits der Mauer zusammenführt, und die Grundlagen für ein gemeinsames europäisches Denken gibt?

Mart Laar stellt diese Fragen aus der Sicht des Baltikums. Für die Bürger der Ostblockländer spielte während der jahrzehntelangen Fremdbeherrschung und der kommunistischen Gewaltherrschaft das europäische Selbstverständnis eine große Rolle im „Widerstand gegen Kommunismus und Totalitarismus“. Osteuropa hat die Lehre aus diesem Kapitel europäischer Geschichte gezogen: „no more communism“. Wie gelingt es aber Europäern heute, 20 Jahre danach, ihre so fremden und unterschiedlichen Erfahrungen miteinander zu teilen?

Das Gespräch führt Konstantin von Hammerstein (Der Spiegel, Ressortleiter Deutschland). Die Grußworte sprechen Matthias Petschke (Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland) und Zsuzsa Breier (Initiatorin „Doppelgedächtnis“).

Schirmherr:
Jerzy Buzek
, der Präsident des Europäischen Parlaments

Programmleitung:
Zsuzsa Breier (Initiatorin), Anne Applebaum, Henryk M. Broder, Hans Gerhard
Hannesen, Jürgen Kocka, Marko Martin, Hans Ottomeyer, Michael M. Thoss

 

Kategorie:
Politik
Veranstalter:
Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. und die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
E-Mail / Fax für Anmeldungen:
anmeldung(at)kultur-in-europa.de
Teilnehmerbeitrag:
Eintritt frei!
Weitere Informationen:
www.kultur-in-europa.de

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