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Potsdam
01.12.2009, 18:30 bis 21:30

Podiumsdiskussion:
»Verschwiegene vier Millionen« – Vertriebene in der DDR

Adventskulturforum 2009

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Berlin Brandenburg

Beschreibung:

 

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam, und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam | Um Anmeldung bis zum 24.11.2009 wird gebeten | Anmeldedaten siehe unten

Welchen Anteil hatten die Vertriebenen aus den neuen Bundesländern an der Aufarbeitung der Geschichte der Deutschen aus dem östlichen Europa nach der Wende? Inwiefern spielen ihre Erfahrungen bei der Gründung eines Zentrums gegen Vertreibungen eine Rolle? Unterscheidet sich die Herangehensweise an das Thema in Ost und West? Nach 1989 konnten sich die Vertriebenen in den neuen Bundesländern zum ersten Mal offen organisieren. Zu DDR-Zeiten durften sie die Erinnerung an ihre alte Heimat nicht sichtbar pflegen, ihre grauenhaften Erfahrungen während der Vertreibung nicht thematisieren – eine Tatsache, auf die der Titel des diesjährigen Adventskulturforums, ein Zitat von Gerald Christopeit, verweist.

Die Sowjetische Besatzungszone hatte nach dem Zweiten Weltkrieg im Vergleich zu den Westalliierten den verhältnismäßig größten Anteil der Deutschen aus dem östlichen Europa aufgenommen. Ihr Gebiet grenzte unmittelbar an deren Heimatregionen wie Hinterpommern, die Neumark, Niederschlesien oder das Sudetenland. So siedelten sich die Vertriebenen in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr bevorzugt an den östlichen Rändern der SBZ an. Da die sowjetischen Besatzer an einer raschen Verschmelzung der »Umsiedler« mit den Einheimischen interessiert waren, um ihre neugewonnenen Einflussgebiete in Osteuropa zu festigen, schrieben sie sich gemeinsam mit der SED deren soziale Integration auf die Fahnen. Die Vertriebenen blieben dennoch oft materiell benachteiligt.

Wie setzte die SED-Führung die »Umsiedler« für ihre ideologischen Zwecke ein? Gab es zu DDR-Zeiten eine wechselseitige Beeinflussung mit den Einheimischen? Stellten die Vertriebenen trotz des Tabus Kontakte zu ihren ehemaligen Heimatregionen und deren neuen Bewohnern in den »sozialistischen Bruderstaaten« her? Wie organisierten sie sich, obwohl es von der DDR-Führung unerwünscht war? Diese und andere Fragen sollen bei dem Podiumsgespräch aus der Perspektive der persönlichen Erfahrung, der Politik, der Literatur, der Geschichte und ihrer Aufarbeitung erörtert werden.

Es diskutieren Manfred Kittel, Wolfgang Thierse, Michael Schwartz und Alena Wagnerová. Moderation: Jürgen Danyel

Um Anmeldung bis zum 24. November 2009 wird gebeten:

Deutsches Kulturforum östliches Europa
Ilona Wäsch
T. +49 (0)331 20098-0
F. +49 (0)331 20098-50
E-Mail: waesch[at]kulturforum.info

 

Kategorie:
Kultur/Medien/Musik
Veranstalter:
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Ansprechpartner:
Tanja Krombach
Anmeldung bis:
24.11.2009
E-Mail / Fax für Anmeldungen:
waesch(at)kulturforum.info, 0331 - 2009850
Telefonnummer des Veranstalters:
0331 - 200980
Weitere Informationen:
http://

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