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Potsdam
27.05.2009, 19:00

Vortrag:
Die Dönhoffs: Der Aufstieg einer adeligen Familie in Ostmitteleuropa im livländischen, polnischen und preußischen Kontext

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte | Kutschstall
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Berlin Brandenburg

Beschreibung:

 

Die Dönhoffs kamen um 1500 aus Westfalen ins Deutschordensland nach Altlivland (das Gebiet des heutigen Lettlands und Estlands). Nach dem Zerfall des livländischen Ordenstaates im 16. Jahrhundert stieg die Familie im militärischen Dienst der polnisch-litauischen Krone zu einer der bedeutendsten polnischen Magnatenfamilien auf. Infolge der engen Beziehungen zwischen dem polnischen Königshof und Habsburgern wurde sie 1633 in den Reichsgrafenstand, ein Zweig 1637 durch Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfürstenstand erhoben. Einige Linien der reformierten Familie konvertierten zum katholischen Glauben und waren am Warschauer Königshof als Offiziere, Diplomaten und Kirchenfürsten erfolgreich.

Ein anderer Zweig ließ sich um 1640 im Herzogtum Preußen nieder und stieg innerhalb weniger Generationen zu einer der führenden Adelsfamilien in Brandenburg-Preußen auf. Bei der Krönung Friedrich I. zum ersten König in Preußen 1701 trug Otto Magnus Graf Dönhoff (1665–1717) im Krönungszug die Krone der Königin Sophie Charlotte. Ihre Herrschernähe und ihren repräsentativen Darstellungswillen zeigten die Grafen in der repräsentativen Architektur von Schloss Friedrichstein in der Nähe von Königsberg.

Dem ostpreußischen Familienzweig entstammt die Publizistin Marion Gräfin Dönhoff.

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Der Referent: Hans-Jürgen Bömelburg geboren 1961 in Höxter, studierte Geschichte, Germanistik, Romanistik und Slavistik an den Universitäten Münster, Besançon und Mainz, 1992 Promotion (vom königlichen preußen zu westpreußen. eine region zwischen polnischer ständegesellschaft und preußischem obrigkeitsstaat 1756–1806). 1994–2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Bibliothek und 1999–2002 stellvertretender Direktor am Deutschen Historischen Institut Warschau. 2004–2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordost-Institut Lüneburg, 2005 Habilitation an der Martin-Luther-Universität Halle (frühneuzeitliche nationen im östlichen europa. das polnische geschichtsdenken und die reichweite einer nationalgeschichte 1500–1700. Seit 2007 Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

Kategorie:
Kultur/Medien/Musik
Veranstalter:
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Ansprechpartner:
Dr. Claudia Tutsch, tutsch(at)kulturforum.info
Telefonnummer des Veranstalters:
0331/ 2009814
Zielgruppe:
Für Alle, die sich für den deutschen Adel und Kulturgeschichte im Allgemeinen interessieren
Teilnehmerbeitrag:
3 Euro
Weitere Informationen:
www.kulturforum.info

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