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Berlin
23.11.2010, 09:00 bis 24.11.2010

Seminar:
Deutsche Entwicklungspolitik im Spannungsfeld Globaler Krisen

Weiterdenken!

Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Berlin Brandenburg

Beschreibung:

 

Hintergrund

Klimawandel, Welternährungskrise und Armut sind globale Herausforderungen, auf die die internationale Entwicklungspolitik in den kommenden Jahren reagieren muss. Die Finanzkrise hat alle Länder getroffen, insbesondere jedoch in den ärmsten Ländern Entwicklungsfortschritte zunichte gemacht.
 
Die deutsche Entwicklungspolitik steht angesichts der Mehrfachkrisen vor Ressort übergreifenden Herausforderungen, die durch das Auftreten neuer Akteure aus den Schwellenländern und privater Geber zusätzlich wachsen.
 
Politikkohärenz – der kategorische Imperativ wirkungsorientierter Entwicklungspolitik

Politikkohärenz für Entwicklung – also die Zielkompatibilität verschiedener Ressorts – ist ein politischer Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), zu dem sich Deutschland und andere Mitglieder des Ausschusses für Entwicklungshilfe (DAC) verpflichtet haben. Die Ziele und Wirkungen von Außen- und Außenwirtschaftsförderungspolitik, von Handels- und Klimapolitik müssen demnach verpflichtend mit den Entwicklungszielen der Bundesregierung in Einklang gebracht werden. Doch in der Praxis ist Politikkohärenz allzu oft ferne Realität.

Reformdiskussion

Nach einem Jahr schwarz-gelber Regierungsarbeit will die Heinrich-Böll-Stiftung das Spannungsfeld nationaler, europäischer und internationaler Entwicklungspolitik kritisch ausleuchten und Reformperspektiven für die Entwicklungszusammenarbeit aufzeigen.

Gemeinsam mit Entscheidungsträger/innen aus Ministerien, dem Bundestag und dem Europäischen Parlament sowie Vertreter/innen der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft möchten wir u.a. diese kontroversen Fragestellungen diskutieren:

  • Welche Rolle kann Entwicklungspolitik bei der Bewältigung der Klima-, Ernährungs- und Armutskrise überhaupt spielen?

  • Welche Reformen und Beiträge sind nötig, um die Glaubwürdigkeitskrise der Entwicklungszusammenarbeit zu überwinden?

  • Ist die nationale und internationale Entwicklungspolitik mit ihrer Vielzahl von Institutionen und Akteuren konzeptionell und institutionell überhaupt gewappnet, Antworten auf die multiplen Krisen zu finden?

  • Welchen Beitrag leisten diese Reformdiskussionen zur Debatte um die Neuordnung der Institutionen der europäischen Außen- und Entwicklungspolitik?


Mit:

  • Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Dirk Messner, Direktor, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
  • Bhumika Muchhala, Policy Analyst, Finance and Development Programme, Third World Network
  • Monica Frassoni, Co-Vorsitzende, Europäische Grüne Partei
  • Eckhard Deutscher, Vorsitzender, Entwicklungsausschuss (DAC), OECD, Paris
  • Claude Kabemba, Direktor, Southern Africa Resource Watch
  • Francoise Moreau, Generaldirektion Entwicklung, Europäische Kommission

 

 

Kategorie:
Politik
Veranstalter:
Heinrich-Böll-Stiftung
Ansprechpartner:
Melanie Sorge, melanie(at)boellstiftung.org
E-Mail / Fax für Anmeldungen:
Online-Anmeldung auf der Website
Telefonnummer des Veranstalters:
030 - 311 63 485
Weitere Informationen:
www.boell.de

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