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Weimar
04.11.2011, 17:00 bis 06.11.2011

Außergewöhnliches:
Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte

Gewaltmenschen Menschengewalt

Weimar, verschiedene Orte
u.a. Stadtmuseum, mon ami, Musikschule
99423 Weimar
Thüringen

Beschreibung:

 

Inspiration des Weimarer Geschichtsfestes ist das erfolgreiche Vorbild der französischen Partnerstadt Blois, die seit über 10 Jahren ein solches Festival veranstaltet. Es geht darum, Fragen von Geschichte und Politik auf höchstem wissenschaftlichen Niveau, aber ohne übertriebenen wissenschaftlichen Jargon, zu verhandeln. Geschichtsbewusstsein soll im öffentlichen Raum vermittelt werden, in der Diskussion zwischen internationalen Experten und interessierten Bürgern – ein Konzept, das auch in Weimar eine dauerhafte Heimstatt finden soll.

Das Thema im 3. Jahr der « Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte » ist: Gewaltmenschen Menschengewalt

« Gewalt » ist vielschichtig, komplex – verstörend und faszinierend zugleich. Sie ist historisch, gegenwärtig und zukunftsbedrohlich. « Gewalt » in allen ihren Erscheinungsformen – inklusive Gegengewalt und Gewaltlosigkeit sowie als bewusste Abkehr von traditionellen und immer neuen Gewaltverhältnissen, wird Thema des nächsten Weimarer Geschichtsfestes sein. In einer Zeit, in der sich auf der Südseite des Mittelmeers die Frage nach Gewalt erneut auch als « Geburtshelferin der Geschichte » stellt, erscheint diese Thematik aktueller denn je.

Menschen wie Gesellschaften träumen immer vom Frieden – doch zugleich ist Gewalt ein ständiger und anscheinend unvermeidbarer Bestandteil unserer privaten und politischen Verhältnisse. Wieviel Friedfertigkeit muss zur kulturellen Selbstverständlichkeit werden, um weiter existente Gewaltverhältnisse auszuhalten oder eben abzubauen? Hat unsere Gesellschaft diese Chance für die Gegenwart und die Zukunft?

Weimars internationales Geschichtsfest wird nicht nur die grausamen Dimensionen der Gewalt in der Geschichte thematisieren, sondern auch nach ihren anthropologischen Ursprüngen und ihrem befreienden Potenzial fragen. In rund 20 Podiumsdiskussionen und Vorträgen werden so beim Weimarer Geschichtsfest Spannungen zwischen Freiheit und Gewalt, Schönheit und Gewalt, «legitimer» und «illegitimer» Gewalt ausgelotet - die Beziehung zwischen Medien und Gewalt, Sprache, Literatur und Gewalt, Gewalt und Versöhnung dargestellt. Der Bogen reicht vom Mittelalter bis ins Jahr 2011 und ist geographisch nicht eingegrenzt. Der Fokus aber liegt primär auf Europa - insbesondere auf den Ländern des Weimarer Dreiecks - und zudem auf Weimar und Thüringen. Eine Filmreihe und kulturelle Abende ergänzen das Programm.

 

Kategorie:
Politik
Veranstalter:
Stadt Weimar
Ansprechpartner:
Franka Günther, info(at)weimarer-rendezvous.de
Teilnehmerbeitrag:
Eintritt frei
Weitere Informationen:
www.weimarer-rendezvous.de

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