Berlin
04.06.2010, 19:00
Vortrag:
Dekolonisierung Afrikas – Dekolonisierung Europas
im Rahmen der Reihe "Afrikanische Un-Abhängigkeiten – Eine (selbst)kritische Bilanz"
Kurt-Schumacher-Haus
Müllerstr. 163
13353
Berlin
Berlin Brandenburg
Beschreibung:
Im Rahmen unserer diesjährigen Dialogforen-Reihe „50 Jahre Afrikanische Un-Abhängigkeiten – Eine (selbst)kritische Bilanz“ laden AfricAvenir und das August-Bebel-Institut am Freitag, 4. Juni 2010, 19.00 Uhr zum Dialogforum mit Prof. Eboussi Boulaga zum Thema "Dekolonisierung Afrikas – Dekolonisierung Europas" ins Kurt-Schumacher-Haus. Vortrag und Publikumsgespräch finden in englischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
Im Rahmen unserer Dialogforenreihe wird Prof. Eboussi Boulaga zum Thema „Dekolonisierung Afrikas – Dekolonisierung Europas“ referieren und 50 Jahren afrikanische Un-Abhängigkeiten (selbst)kritisch auf den Grund gehen. Wo bestehen für afrikanische Gesellschaften noch heute Abhängigkeiten von ihren ehemaligen Kolonisatoren und wie müsste eine gemeinsame Bewältigung der Kolonialvergangenheit von Seiten Europas und Afrikas aussehen? Prof. Boulaga bietet eine Betrachtung der historischen Verbindungen zwischen Europa und Afrika unter besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen Herausforderungen des noch immer andauernden Dekolonisierungsprozesses.
Der 1934 in Kamerun geborene Philosoph und Theologe Prof. Fabien Eboussi Boulaga gilt als einer der wichtigsten aktuellen Denker Afrikas. Neben seinen philosophisch-theologischen Werken hat er eine Vielzahl von politischen Essays verfasst und sich aktiv in die politische Debatte seines Landes und des Kontinents eingemischt. Seit 1992 ist er Herausgeber der Zeitschrift “Terroirs – Revue africaine de sciences sociales et de philosophie” und hat an verschiedenen Universitäten in Afrika, Europa und den USA gelehrt.
Mit den Dialogforen zum Jahresthema „50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten- eine (selbst)kritische Bilanz“ lädt AfricAvenir International e.V. zu sechs hochkarätigen Vorträgen mit anschließendem Publikumsgespräch ein. Die Veranstaltungen bieten eine besondere Diskussionsplattform für die bis heute andauernden Prozesse der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Dekolonisierung Afrikas und Europas. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt wird auf die Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus gesetzt. Hierbei ermöglicht das Konzept des Dialogforums für Publikum und Referent einen einmaligen Austausch über die afrikanische Perspektive auf Kolonialismus und antikoloniale Unabhängigkeitsbewegungen.
Ergänzende Wochenend-Workshops ermöglichen eine vertiefte und zielorientierte Auseinandersetzung mit den Themen der vorangegangenen Dialogforen.
Prinz Kum’a Ndumbe III, einer der führenden Intellektuellen der kritischen Geschichtsaufarbeitung Afrikas, eröffnet am Donnerstag, 15. April 2010, 19.00 Uhr im Kurt-Schumacher-Haus, die Veranstaltungsreihe mit einem Dialogforum zur alltäglichen Gegenwart des Kolonialismus in Afrika, insbesondere in Kamerun. Weitere renommierte afrikanische Wissenschaftler wie Prof. Ibrahima Thioub (Senegal) oder Daho Djerbal (Algerien) analysieren daraufhin fünf Jahrzehnte afrikanische Unabhängigkeiten, Visionen der Widerstandsbewegungen, traumatische Ereignisse und Zukunftsperspektiven europäisch-afrikanischer Beziehungen.
Die Veranstaltungsreihe findet statt in Kooperation mit dem August-Bebel-Institut und Le Monde Diplomatique und dank der Förderung durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.
- Kategorie:
- Politik
- Veranstalter:
- AfricAvenir International e.V
- Ansprechpartner:
- info(at)africavenir.org
- Telefonnummer des Veranstalters:
- 01577 / 53 64 539
- Teilnehmerbeitrag:
- Eintritt frei!
- Weitere Informationen:
- www.africavenir.org
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