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Dresden
19.03.2010, 20:00

Lesung:
Bitterfotze

mit der schwedischen Autorin Maria Sveland

Buchhandlung im Kunsthof Dresden
Görlitzer Straße 23
01099 Dresden
Sachsen

Beschreibung:

Mit ihrem Buch »Bitterfotze« stürmte Maria Sveland die schwedischen und deutschen Bestsellerlisten und brachte mit ihrem wütenden Werk neuen Schwung in die Debatten um Feminismus und Geschlechterdemokratie. Sveland fordert erfrischend unbescheiden und laut die Revolution: für eine echte Gleichberechtigung der Geschlechter, auch in der Partnerschaft, für ein Ende der Ära der Teilzeit-Papas und der Burn-Out-Muttis.

Im Gespräch mit dem Publikum diskutiert die Autorin Maria Sveland, warum es gerade für junge Frauen höchste Zeit ist, »bitterfotziger« zu werden und sich nicht mit bereits Erreichtem abspeisen zu lassen. Außerdem wollen wir den Blick auf die scheinbar so fortschrittlichen schwedischen und hiesigen Zustände richten und diskutieren, wieso umfassende Geschlechtergerechtigkeit in beiden Ländern immer noch auf sich warten lässt. Wo und wann stoßen junge Frauen heute an die gläserne Decke von Rollenklischees und Diskriminierung? Warum kommt es so oft zum Ausschluss aus Beruf und Sozialleben, sobald frau Mutter wird? Was sind die richtigen (privaten und politischen) Mittel, um Partizipation und Karriere in allen Lebensphasen zu ermöglichen? Zusätzlich werden Passagen aus der deutschen Übersetzung des Buches gelesen.

Die Diskussion findet auf Englisch statt, eine deutsche Übersetzung wird angeboten.

Maria Sveland, geboren 1974, absolvierte ein Studium am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften in Stockholm und arbeitet seitdem als TV- und Hörfunkjournalistin. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. »Bitterfotze« ist ihr erster Roman, der in Schweden für großes Aufsehen sorgte.

Moderation und Lesung: Jill Scherneck, freie Mitarbeiterin des Gunda-Werner-Instituts und Expertin für internationale Frauen- und Geschlechterpolitik.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Politische Literatur im Kunsthof statt.

Zum Buch: Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht – vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: Warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft. (Erschienen im Verlag Kiepenheuer und Witsch.)

 

Kategorie:
Politik
Veranstalter:
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Ansprechpartner:
Kathrin Bastet, bastet(at)weiterdenken.de
Telefonnummer des Veranstalters:
0351 - 4943482
Teilnehmerbeitrag:
Eintritt frei
Weitere Informationen:
www.weiterdenken.de

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