Frankfurt
Do. 31.03.2011, 19:00
Vortrag
Der Deutsche Bund im deutsch-französischen Spannungsfeld
von Prof. Dr. Jürgen Müller
Goethe-Universität, Campus Westend, Raum 1.801 im ersten Stock des Casinos
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt
Hessen
Beschreibung:
Der Vortrag möchte skizzieren, welche Rolle der Deutsche Bund, der von 1815 bis 1866 die politische Ordnung Deutschlands bildete, im deutsch-französischen Spannungsfeld spielte. Den Ausgangspunkt bildet die Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress 1815, die einerseits dem französischen Hegemonialstreben Grenzen setzte und andererseits in der Mitte des Kontinents ein Gebilde schuf, dessen wesentliche außenpolitische Aufgabe die Erhaltung des europäischen Friedens und des Gleichgewichts war. Die Konstellation von 1815 war jedoch in den folgenden Jahrzehnten mehrfach großen Herausforderungen ausgesetzt, in denen das deutsch-französische Verhältnis starken Belastungen unterworfen wurde: zwei von Frankreich ausgehende Revolutionen (1830/1848), die rasch auf Deutschland übergriffen, zwei europäische Kriege (1853–1856/1859, in die Frankreich direkt und Deutschland indirekt verwickelt waren, und eine große außenpolitische Krise (1840), in der sich Frankreich und Deutschland gegenüberstanden, markieren die wichtigen Stationen. Wie agierten die französische Nation und die deutsche Konföderation an diesen kritischen Punkten? Wie baute sich im deutsch-französischen Verhältnis Spannung auf, und wie wurde immer wieder Entspannung herbeigeführt? Warum kam es in der Zeit des Deutschen Bundes – anders als in der Zeit davor und danach – nicht zu einem Krieg zwischen den beiden Mächten? Und wie ist es historisch einzuordnen, dass die Ära des Deutschen Bundes eine der längsten Friedens-phasen zwischen Frankreich und Deutschland in den letzten vier Jahrhunderten darstellte?
| Kategorie | Wissenschaft |
| Veranstalter | Deutsch-Französische Gesellschft Frankfurt e.V. |
| Anmeldung bis | 28. März 2011 |
| E-Mail für Anmeldungen | laubach(at)dfg-frankfurt.de |
| Zielgruppe | an Geschichte Interessierte |
| Ansprechpartner | Susanne Laubach |
| Teilnehmerbeitrag | Eintritt frei! |
| Weitere Informationen |
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