Dresden

Mo. 15.02.2010, 09:00 bis Sa. 05.06.2010, 16:00

Ausstellung

brüche. DRESDEN I 1989 I DRESDEN

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Bautzner Straße 112a
01099 Dresden
Sachsen

Beschreibung:

 

Die Ausstellung «brüche. DRESDEN I 1989 I DRESDEN» ist der Dresdner Teil der internationalen Ausstellungsreihe «Himmelweit gleich? – Europas ´89». In zuvor undenkbarer Weise brachten unterschiedliche Bürgerbewegungen vor zwanzig Jahren die staatsozialistischen Diktaturen Ostmitteleuropas zu Fall und bereiteten Pluralismus, Demokratie und Freiheit den Weg. In der Auseinandersetzung mit diesem epochalen Umbruch setzt Himmelweit als internationales Projekt junger Menschen, die 1989 selbst nicht bewusst miterlebt haben, eigenständige Akzente. Studierende aus Dresden, Prag, Wroclaw und Bratislava beschäftigen sich mit dem Wandel der letzten 25 Jahre aus ganz eigener Perspektive. Sie zeigen die Transformation ausgewählter Lebenswelten in ihren Städten ohne lokale Verengung, denn in der grenzübergreifenden Kooperation im Projekt Himmelweit stand die Diskussion der unterschiedlichen Bedeutungen von 1989 in den vier beteiligten Ländern im Zentrum der gemeinsamen Arbeit. Die in den vier Städten entstandenen Ausstellungen kombinieren daher den Blick auf den Wandel des eigenen Lebensumfelds mit dem Ausblick auf die vielfältigen Horizonte und Pfade, die der Umbruch von 1989 in den verschiedenen Ländern eröffnete.
Die Präsentation in der Gedenkstätte Bautzner Straße zeigt einen kleinen Ausschnitt der Ausstellungen in Prag, Bratislava und Wroclaw. Ausführliche Dokumente finden Sie unter www.himmelweit-gleich.de.

«8 windows + 9 doors in light» Ruairí O‘Brien, gebürtiger Ire und in Dresden lebender Architekt, Künstler und Lichtplaner, hat in Korrespondenz mit der Exposition hat er eine Installation gebaut, die eine weitere Sicht auf «1989» durch den Blickwinkel des Künstlers ermöglicht. Das Objekt «8 windows + 9 doors in light» ist eine persönliche Auseinandersetzung mit den Themen «Wege» und «Möglichkeiten» im universellen Zeitraum.

Die Ausstellung «brüche. DRESDEN I 1989 I DRESDEN» steht in mehrfacher Hinsicht in einen thematischen Dialog mit dem Ausstellungsort in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Am 5. Dezember 1989 besetzten Demonstranten in Dresden die Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit und die Untersuchungshaftanstalt des MfS und trugen mit friedlichen Mitteln zum Ende des wichtigsten Unterdrückungsinstruments der Diktatur in der DDR bei. Die Bautzner Straße wurde so zu einem zentralen Ort der Friedlichen Revolution, die den Wandel ermöglichte, dem die Ausstellung gewidmet ist. Zugleich ist eine Ausstellung, die Aspekte des täglichen Lebens in Dresden in der ehemaligen Untersuchungshaft-anstalt des MfS präsentiert, eine Herausforderung, über den Doppelcharakter der DDR-Diktatur nachzudenken. Zu der jährlich am 1. Mai mit offiziellen Demonstrationen und Volksfesten inszenierten Einigkeit von Staat und Bevölkerung etwa gehörte eben untrennbar der Unterdrückungsapparat MfS, der jene verfolgte, die es in der DDR wagten, eigenständig beispielsweise für Frieden oder gegen Umweltzerstörung zu demonstrieren. Insofern bietet die Ausstellung an diesem Ort die Chance, dem Januskopf der DDR nachzuspüren und zugleich die Resultate des tiefgreifenden Wandels der vergangenen Jahre im Wissen um dessen Ausgangspunkt zu beurteilen.

 

KategoriePolitik
VeranstalterWeiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Anmeldung bisnicht erforderlich
Telefonnummer des Veranstalters0351 - 49 43 482
Ansprechpartnerinfo@weiterdenken.de
Teilnehmerbeitragkeiner
Weitere Informationen

 

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