Saarbrücken

Mi. 14.10.2009, 08:30 bis 20:30

Studienfahrt

Wissembourg / Weißenburg und Betschdorf im Elsass

Abfahrt ab Beethovenplatz
-
66111 Saarbrücken
Saarland

Beschreibung:

 

Weißenburg an der Lauter im nördlichen Elsass, unweit der heutigen deutsch-französischen Grenze, war im Mittelalter eine Ansiedlung, die sich um ein berühmtes und mächtiges Kloster gruppierte und von 1306 bis 1697 freie Reichsstadt war. Lange Jahre gehörte Weißenburg zur „Dekapolis“, dem 10-Städte-Bündnis der elsässischen Städte, die sich gegenseitig Beistand und Handelsförderung gelobt hatten und ein frühes Beispiel für kommunale Bündnispolitik waren.

1522 verkündeten in der Johanneskirche der dortige Pfarrer Heinrich Motherer und der bekannte Humanist und Reformator Martin Buccer die Reformation für das Elsass. Von dem Kloster ließ die französische Revolution außer der prächtigen St. Peter & Paulskirche wenig übrig. Diese Kirche in schöner Gotik, mit romanischen Bauresten, ist die zweitgrößte Kirche im Elsass nach dem Straßburger Münster. Der nebenan gelegene Kreuzgang ist ebenfalls noch ein Bauwerk aus der originalen Abteisubstanz. Ferner sind der Glasfenster und Malereien im Kircheninneren, - darunter ein 11 Meter hohes Christopherus-Bild, - bedeutende Zeugnisse großer Vergangenheit.

Die Stadt selbst hat, bedingt durch ihre exponierte und grenznahe Lage und die wechselvolle Geschichte, eine verwirrende Vergangenheit. Weißenburg nahm sowohl Flüchtlinge der reaktionären Verfolgungen des Hambacher Festes von 1832 auf, als auch Flüchtlinge aus Rastatt, nachdem die von den 1848er Freiheitskriegern verteidigte Festung im Juli 1849 von den Preußen erobert worden war.

Schöne Fachwerkhäuser, Zunftbauten, ein „Klein-Venedig“ an der Lauter, pompöse Gebäude des 18. und 19. Jahrhunderts sowie gepflegte Anlagen machen das Städtchen sehens- und besuchenswert. Dazu ein europaweit berühmter Chocolatier, Meister Rebert, mit seinen erlesenen Torten, Naschereien und Pralinés.

Am Nachmittag soll das benachbarte Betschdorf besucht werden, eines der beiden bekannten Elsässer Töpferdörfer. Seit dem 15. Jahrhundert brennen dort die Töpfer nach dem Rezept des Westerwälder Kannebäckerlandes (um Höhr-Grenzhausen) ihr salzglasiertes Geschirr. Früher aus dem tonhaltigen Lehm des nahe gelegenen Hagenauer Forstes, den ihnen Kaiser Rotbart im 12ten Jahrhundert zur Nutzung gestattete. Glänzend grau mit blauer Verzierung, - so waren Jahrhunderte lang auch die Einmachgefäße für Sauerkraut und Bohnen sowie die Schmalz- und „Butterdippcher“ an der Saar. Eine Töpferei soll besucht werden, mit etwas Glück ist dabei auch das Ausräumen des Ofens oder die Eingabe des Salzes in den Brennofen zu beobachten.

Reiseleitung: Ulrich Andres

 

KategorieKultur/Medien/Musik
VeranstalterEurope Direct, Landeshauptstadt Saarbrücken
Telefonnummer des Veranstalters0681 - 9054910
ZielgruppeBürgerinnen und Bürger der Altersgruppe 60+
AnsprechpartnerSylvia Klos, sylvia.klos@saarbruecken.de
Teilnehmerbeitrag30 €
Weitere Informationen

 

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