Göttingen
Di. 23.06.2009, 18:00
Vortrag
Die Europäische Union als "Richterstaat"?
Warum der Europäische Gerichtshof kaum zu stoppen ist
ZHG 006
Platz der Göttinger Sieben 5
37073 Göttingen
Niedersachsen
Beschreibung:
Der EuGH ist zurecht als Motor der Integration bezeichnet worden. Mit seinen Entscheidungen wies er den Weg von einer internationalen Organisation zum supranationalen Staatenverbund EG. In der aktuellen wissenschaftlichen wie politischen Debatte steht er für seinen richterlichen Aktivismus in der Kritik. Insbesondere der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat lautstark in das court bashing eingestimmt und so viel Aufsehen erregt. In seinem Vortrag wird Marcus Höreth der Frage nachgehen, warum der EuGH so mächtig ist, inwiefern dieses durch das europäische Institutionengefüge, Interessenlagen der Akteure und spezifisch supranationale Gegebenheiten gefördert oder ermöglicht wird.
Wir freuen uns, mit Marcus Höreth einen ausgewiesenen Experten für die europäische Integration im Allgemeinen und den EuGH im Besonderen als Referenten gewonnen zu haben. Herr Höreth vertritt aktuell den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft und Politische Ökonomie in Göttingen, lehrt ansonsten in Bonn. Er hat zahlreiche Publikationen zum Thema vorgelegt, sich über "Die Europäische Union im Legitimationstrilemma" promoviert und über "Die Selbstautorisierung des Agenten. Der Europäische Gerichtshof im Vergleich zu U.S. Supreme Court" habilitiert.
| Kategorie | Politik |
| Veranstalter | JEF Göttingen |
| Ansprechpartner | Christopher Schoenfleisch, info@jef-goettingen.de |
| Weitere Informationen |
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