Hannover
Mi. 06.05.2009, 12:30 bis 16:30
Podiumsdiskussion
Traurige Realität in Europa? Traurige Realität im Sport?
LandesSportBund Niedersachsen e.V.
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10
30169 Hannover
Niedersachsen
Beschreibung:
Die Schere zwischen Arm und Reich in Europe geht immer weiter auseinander. Davon ist auch Deutschland betroffen, wie im letzten Jahr der Armutsbericht der Bundesregierung deutlich machte. Daraus erwachsen Gefahren für den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft. Gesundheitliche Risiken, Krankheit und Gesundheitsbewusstsein sind in aller Regel sozial ungleich verteilt. Angehörige höherer sozioökonomischer Schichten praktizieren häufiger einen gesundheitsförderlichen Lebensstil, erkranken seltener und leben länger als sozial schlechter gestellte Mitmenschen.
Wenn zunehmend mehr Menschen am oder unterhalb des Existenzminimums leben, ergibt sich daraus auch eine Aufgabe des Sports. Von Armut betroffene Menschen nehmen vielfach kulturelle und gesellschaftliche Angebote nicht wahr. Entweder können sie es sich finanziell nicht leisten, oder ihnen erscheinen andere materielle Dinge notwendiger als z.B. die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Auf der anderen Seite kann der Sport mit seinem integrativen Potential entgegenwirken.
Im Akademie-Forum anlässlich der Europawoche sprechen Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktiker über Armut und was es bedeutet, von Armut betroffen zu sein.
Prof. Dr. Rainer Dollase klärt über die Zusammenhänge zwischen Armut und Bildung auf. Er weist auf die bedeutende Rolle von informellen Bildungsträgern wie dem Sport hin.
Der Arzt und Sozialarbeiter Prof. Dr. Gerhard Trabert sieht Armut als grenzüberschreitendes Problem. Er behauptet, dass arm sein krank macht und krank sein arm. Er selbst hat für eine gewisse Zeit seine gewohnte Umgebung verlassen und unter Armen gelebt.
John Alexander McGurk, der in Schottland in Armut groß geworden ist, gründete den Verein „Sportler for a children’s world e.V.“ Der Verein zeigt, wie Sport erfolgreich als Medium genutzt werden kann.
Christa Frenzel, Geschäftsführerin der Stiftung „Familie in Not“ stellt den Sonderfonds „DabeiSein!“ vor, der schlechter gestellten Familien beispielsweise Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge für Sportvereine gewährt.
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