Konstanz
Fr. 12.06.2009, 00:00 bis So. 14.06.2009, 00:00
Tagung/Konferenz
„Das Europäische Finanzsystem – Chancen und Gefahren der Krise“
6. Konstanzer Europakolloquium
Universität Konstanz
Universitätsstr. 10
78464 Konstanz
Baden-Württemberg
Beschreibung:
Wieviel Regulierung benötigt ein reformiertes europäisches Finanzsystem? Die letzten Jahre waren geprägt von stabilem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinssätzen und steigenden Rohstoff- sowie Immobilienpreisen. Dies führte zu einer unkontrollierten Jagd nach hohen Renditen, die von einer Sorglosigkeit bezüglich der Risiken begleitet wurde. Ein fehlleitendes Anreizsystem der Banken unterstützte eine “Nach-mir-die Sintflut” Mentalität. Unterregulierung, Intransparenz der Märkte und komplexe Finanzprodukte führten zum Platzen der Immobilien-Blase. In Folge dessen gerieten bedeutende Finanzinstitute in Zahlungsschwierigkeiten und konnten Kreditlinien nicht mehr bedienen. Dies erschütterte nachhaltig die Vertrauensbasis der Banken untereinander, was zum Austrocknen des Geldmarkts führte. Refinanzierung war häufig nur noch mit staatlicher Hilfe möglich. Dennoch waren konjunkturelle Auswirkungen auf die Realwirtschaft unvermeidbar. Zunehmende Unsicherheit der Marktteilnehmer schränkte den Konsum und die Neuinvestitionen ein. Mittlerweile befinden wir uns in einer tiefen Rezession, die versucht wird mit Konjunkturpaketen einzudämmen. Die Europäische Union steht vor großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen.
Wie kann sie diesen gerecht werden?
Das Europakolloquium an der Universität Konstanz bringt seit 2002 hervorragende Studenten mit führenden Fachleuten zusammen. Die Veranstaltung wird von einem rein studentischen Team organisiert und finanziert sich über Spenden- und Sponsorengelder. Ziel ist es, den notwendigen Dialog herzustellen und Brücken zu schlagen, Reformen zu bewerten und Anstöße zu geben, um ein europäisches Finanzsystem zukunftssicher zu machen.
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