Berlin

Mo. 03.11.2008, 17:30 bis 18:30

Vortrag

Organisierte Zivilgesellschaft in Georgien, Armenien und Aserbaidschan insbesondere im Kontext der Europäischen Nachbarschaftspolitik

Vorstellung der Studie von Dr. Ernst Piehl

Europäisches Haus, Pressesaal
Unter den Linden 78
10117 Berlin
Berlin Brandenburg

Beschreibung:

 

Seit August 2008 sind die drei genannten Länder des Südkaukasus und seine drei abtrünnigen Gebiete namentlich Südossetien und Abchasien in allen Zeitungen zu finden, die vorher nur wenigen Experten bekannt waren. Während des Krieges und nach weiteren gewaltsamen Auseinandersetzungen sogar auf den Titelseiten der Presse und am Beginn der Nachrichtensendungen. Die meist kurze Berichterstattung kann kaum die historischen, politischen und sozioökonomischen Hintergründe der Konflikte erhellen, weder für die betroffenen Staaten noch für die Sezessionsgebiete im Südkaukasus, die ihre eigene Geschichte, Sprache, Kultur und Interessen haben. Die bedeutende Rolle der auswärtigen Mächte wird meist auf Russland fokussiert, während der Einfluss der USA vor allem in Georgien seit 2004 und derjenige der Regionalmächte Türkei und Iran oft nur angedeutet wird.

Diesen Fragen und denen zur innergesellschaftlichen Verfassung in den südkaukasischen Ländern versuche ich in der vorzustellenden Studie von ca. 180 Seiten nachzugehen (siehe beigefügtes Inhaltsverzeichnis und Vorbemerkung). In der vollständigen Studie (abgeschlossen am 7. Juli 08) finden sich durchaus Erklärungen für den am 7.August ausgebrochenen Krieg in Georgien, wie der seit Jahren angefachte Nationalismus, die drastische Aufrüstung und die verbreitete Gewaltbereitschaft zur vermeintlichen Konfliktlösung, leider mehr oder weniger auf allen beteiligten Seiten. Sie finden aber auch ermutigende Anregungen vor allem in der unterschiedlich wachsenden Bürgergesellschaft vor Ort im Südkaukasus und in dem leider erst jüngst gewachsenen Engagement der Europäischen Union in dieser Region als wichtigem Teil der östlichen Nachbarschaft.

P r o g r a m m:

• Begrüßung durch Dr. Klaus Löffler, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland, Berlin

• Grußworte von Gabriele Bischoff, Leiterin der Europaabteilung im DGB-Bundesvorstand, Berlin und Mitglied des EWSA, Brüssel

• Kurzpräsentation der wichtigsten Ergebnisse der Studie durch Dr. Ernst Piehl, Brüssel

• AUSSPRACHE

• Schlussworte von Dietlind Jering, Komm. Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Berlin

 

Dr. Ernst Piehl arbeitet seit 1996 im Bereich der komplexen Beziehungen der EU mit seinen östlichen Nachbarn einschließlich Russland und den Südkaukasus. Die vorliegende Studie wird vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU in Brüssel in den drei Arbeitssprachen DE, EN und FR herausgegeben. Sie kann sowohl auf dem EWSA Portal www.eesc.eu eingesehen werden.

 

KategoriePolitik
VeranstalterVertretung der Europäischen Kommission
Telefonnummer des Veranstalters030-2280-2000
TeilnehmerbeitragEintritt frei

 

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