Bremen

Sa. 06.09.2008, 16:00 bis 20:00

Podiumsdiskussion

Das Unbehagen in der Säkularisierung

Zur Einschätzung des politischen Islams und der Universalität von Menschenrechten

Concordia-Theater
Schwachhauser Heerstraße 17
28195 Bremen
Bremen

Beschreibung:

 

Heinrich-Böll-Stiftung Bremen und Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V. bieten Symposium zum Thema Islam und Menschenrechte

 

In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum sechzigsten Mal. Aus diesem Anlass bieten die Heinrich-Böll-Stiftung Bremen und der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V. am Samstag, 6. September 2008 von 16 bis 20 Uhr im Concordia Theater in der Schwachhauser Heerstraße 17 ein Symposium. Thema ist „Das Unbehagen in der Säkularisierung“. Diskutiert wird die Einschätzung des „politischen Islams“ und seine Gefahren sowie die Bedeutung der Universalität von Menschenrechten und wer sie interpretiert. Ebenso erörtert wird, welchen Raum es gibt, in dem politische Verständigung stattfinden kann. „Das Verhältnis von Islam und Menschenrechte wird seit Jahrzehnten intensiv und kontrovers diskutiert.

Das Symposium ist eine Kooperation mit der Universität Bremen.

Die Teilnahme daran ist kostenfrei, eine Anmeldung ist unter:

 

Auf dem Podium

Zum Thema Menschenrechte sind als Gesprächspartner unter anderem vor Ort:

Dr. Agnes Heller, Professorin für politische Philosophie an der New School of Social Research in New York. Das Besondere: Die gebürtige Ungarin sitzt auf dem Lehrstuhl, den einst Hannah Arendt einnahm. Außerdem sind auf dem Podium Dr. Heiner Bielefeld, Direktor am internationalen Institut für Menschenrechte in Berlin und Lehrbeauftragter an der Universität Bremen sowie Prof. Dr. Adalbert Evers, Sozialwissenschaftler an der Universität Gießen. Zum Thema Politischer Islam stellen sich unter anderem Bundestagsmitglied Dr. Antje Vollmer, Bündnis 90/Die Grünen sowie der Politikwissenschaftler und Philosoph Dr. Otto Kallscheuer den Fragen des Publikums. Kallscheuers Schwerpunkt ist die Religionspolitologie.

Nach den Podiumsdiskussionen locken knusprige Brezeln und kühler Wein zum come together: In entspannter Atmosphäre können sich Symposiumsbesucher und Podiumsgäste dann weiter über das Thema austauschen.

 

Hintergrund

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 bekennen sich die Vereinten Nationen ausdrücklich, die Rechte des Menschen zu wahren. Die Arabischen Staaten sind Mitunterzeichner dieser Erklärung, verabschiedeten aber 1990 separat eine Arabische Charta: Die Kairoer Erklärung definiert die Scharia als alleinige Grundlage der Menschenrechte und weicht damit inhaltlich erheblich von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ab. Zum Beispiel garantiert sie keine Gleichberechtigung von Mann und Frau und kein Recht auf freie Wahl der Religion. Der säkulare Staat, der aber in der Religionsfreiheit seine Grundlage sieht und Freiheit überhaupt garantiert, sieht sich der Frage gegenüber, woraus sich ein freiheitliches Gemeinwesen eigentlich begründet. „Hier drängen sich zwei politische Deutungen auf: Es gibt den politischen Islam, den einige allein schon demografisch als „Sieger“ sehen. Ihm gegenüber steht die Debatte um universelle Menschenrechte, die von einem Großteil der Welt als ein westlich, imperiales Instrument gesehen wird. Beide Positionen treten häufig mit einem Absolutheitsanspruch auf.

 

KategoriePolitik
VeranstalterBildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich Böll Stiftung
Telefonnummer des Veranstalters0421/352368
E-Mail für Anmeldungen ruedel.boell(at)arcor.de
AnsprechpartnerPeter Rüdel
Weitere Informationen

 

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