Schneverdingen
Do. 19.06.2008, 00:00 bis Fr. 20.06.2008, 00:00
Tagung/Konferenz
Diffuse Gewässerbelastungen
Trends, Maßnahmen und Kosten in Europa und Übersee
Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA)
Hof Möhr
29640 Schneverdingen
Niedersachsen
Beschreibung:
Hintergrund
Diffuse Nährstoffeinträge stellen nach wie vor eine der Hauptbelastungen der Gewässer in Europa dar. Bedeutendster Verursacher ist dabei die Landwirtschaft. Ein wichtiger Indikator hierfür sind die Stickstoffüberschüsse, die in der EU erheblich schwanken und von 37 Kilogramm N/ha in Italien bis zu 226 Kilogramm N/ha in den Niederlanden reichen. Zwar sind die Stickstoffüberschüsse in der EU-15 in den letzten Jahren zurückgegangen, doch lassen sich auch gegenläufige Trends beobachten. So sind die Stickstoffüberschüsse in Spanien und Irland seit 1990 um 47 Prozent bzw. 22 Prozent gestiegen. Auch in den neuen Mitgliedstaaten (EU10) kam es seit 1999 zu einer Steigerung der Überschüsse um 17 Prozent; mit einer weiteren Steigerung wird gerechnet. Ein weiterer wichtiger Trend, der die Intensität der Landnutzung zukünftig wesentlich beeinflussen wird, stellt die Nachfrage nach Biomasse zur Energieerzeugung dar.
Umweltziele der Europäischen Union - wie sollen diese erreicht werden und wer zahlt wofür?
Vor diesem Hintergrund schließt sich die Frage an, wie die Umweltziele der Europäischen Union für die Gewässer erreicht werden sollen. Nach der Wasserrahmenrichtlinie sollen alle europäischen Gewässer bis zum Jahre 2015 den guten ökologischen Zustand erreicht haben. Die Grundwasserrichtlinie wiederum gibt vor, dass die Nitratkonzentration aller Grundwasserkörper bis 2013 nicht mehr als 50 mg/l betragen sollte. Diese Umweltziele vor Augen bei gleichzeitiger Betrachtung des Zustandes der Gewässer in Europa ergeben sich viele offene Fragen:
* Mit welchen Maßnahmen und finanziellen Mitteln werden die Mitgliedstaaten der EU diese Ziele erreichen?
* Welche Maßnahmen gibt es, um die Nitratbelastung zu reduzieren und wie effizient sind diese?
* Wurde der Gewässerschutz bereits ausreichend in die Agrarpolitik integriert?
* Werden Schnittstellen in der Agrar- und Wasserpolitik ausreichend genutzt?
Um die Nährstoffbelastung signifikant zu reduzieren werden kostenintensive Maßnahmen notwendig sein. Dabei stellt sich die Frage, wer für die Kosten der Reduzierung der diffusen Nährstoffeinträge in den Gewässern aufkommen wird. Wer bezahlt wofür (Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Verbraucher, Steuerzahler)? Wo fängt das Verursacherprinzip für die Landwirtschaft an, wo hört es auf?
Ziel der Konferenz
Ziel der Konferenz ist es, die Erfahrungen und Instrumente verschiedener Länder zur Reduzierung von Nitrateinträgen aufzuzeigen und zu diskutieren. Neben den USA und Neuseeland werden Erfahrungen aus Irland, Dänemark, Frankreich und den Niederlanden präsentiert werden.
Teilnehmer
Unter den geladenen Gästen werden Vertreter der Umwelt, der Agrarwirtschaft sowie der Wasserwirtschaft sein. Neben nationalen Behörden sind internationale und nationale Verbände und Organisationen sowie Vertreter der Wissenschaft eingeladen.
Mit freundlicher Unterstützung der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz
Ein Gemeinsames Projekt von WWF, der Agentur ChoudhurY und der Universität Leipzig
Informationen zur Konferenz
Einladung und Programm
Anmeldebogen
Online-Anmeldung
www.nna.niedersachsen.de/master/C41092600_N5917408_L20_D0_I5661252.html
| Kategorie | Politik |
| Veranstalter | WWF, Agentur ChoudhurY und Universität Leipzig |
| Telefonnummer des Veranstalters | 030 308742-13 |
| E-Mail für Anmeldungen | draeger(at)wwf.de |
| Ansprechpartner | Tanja Draeger de Teran |
| Weitere Informationen |
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