Würzburg
Fr. 11.04.2008, 00:00 bis So. 13.04.2008, 00:00
Tagung/Konferenz
Orient und Okzident - Antagonismus oder Konstrukt?
Machtstrukturen, Ideologien und Kulturtransfer in hellenistischer Zeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Tor A - Toscanasaal
Residenzplatz 1
97070 Würzburg
Bayern
Beschreibung:
Ein öffentliches Symposion an der Universität Würzburg greift aus altertumswissenschaftlicher Sicht eine Diskussion auf, die in der heutigen weltpolitischen Lage brisant ist und sehr kontrovers geführt wird: das Verhältnis von Orient und Okzident. Die historische Dimension dieser Debatte wird meist auf ihren religiösen Aspekt reduziert, auf die Beziehung von Islam und Christentum, und somit auf das Mittelalter und die Neuzeit beschränkt. Diese verengte Sichtweise prägt bis in die Gegenwart unterschiedlichste Konflikte und Themen - bis hin zum Irak-Krieg oder zur Diskussion um den EU-Beitritt der Türkei.
Der Gegensatz von Orient und Okzident, der das moderne Geschichtsbild beeinflusst, ist jedoch viel älter und geht letztlich auf das klassisch griechische Geschichtsverständnis zurück. Die Altertumswissenschaften sind in der Lage, die Unzulänglichkeit dieser historisch gewachsenen Sichtweise aufzuzeigen, indem sie auch in ihren Disziplinen traditionelle Vorstellungen hinterfragen.
Für die Tagung "Orient und Okzident - Antagonismus oder Konstrukt? Machtstrukturen, Ideologien und Kulturtransfer in hellenistischer Zeit" wurde eine Epoche gewählt, in der Alexander der Große und seine Nachfolger das Erbe der etablierten altorientalischen Reiche antraten. Damals kam es zu vielfältigen gegenseitigen Einflüssen, Reaktionen und daraus resultierenden Neuerungen.
Das von Winfried Held, Friedhelm Hoffmann, Karin Stella Schmidt, Stefan Schorn und Martin Andreas Stadler konzipierte Symposion soll es ermöglichen, die Orient-Okzident-Diskussion auf ein neues Fundament zu stellen. Dazu kommen aus verschiedenen Fächern sowohl etablierte Forscher als auch vielversprechende Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt nach Würzburg.
Die Tagung soll die Aktualität der Altertumswissenschaften in der momentanen Debatte vor Augen führen und das lebendige altertumswissenschaftliche Profil der Universität Würzburg demonstrieren. Finanziell wird die Veranstaltung maßgeblich von der Gerda-Henkel-Stiftung und dem Universitätsbund Würzburg unterstützt.
Das Symposion findet vom 10. bis 13. April im Toscanasaal im Südflügel der Würzburger Residenz statt. Es ist öffentlich und richtet sich nicht nur an das Fachpublikum und die Studierenden, sondern auch an die allgemeine Öffentlichkeit. Interessenten sollen sich per E-Mail formlos anmelden unter k.schmidt@uni-wuerzburg.de
Hinweise zur Teilnahme:
Die Tagung ist öffentlich und richtet sich nicht nur an das Fachpublikum und die Studierenden, sondern auch an die allgemeine Öffentlichkeit. Interessenten sollen sich per E-Mail formlos anmelden unter k.schmidt@uni-wuerzburg.de
| Kategorie | Wissenschaft |
| Veranstalter | Julius-Maximilians-Universität Würzburg |
| E-Mail für Anmeldungen | k.schmidt(at)uni-wuerzburg.de |
| Zielgruppe | Fachpublikum, Studierende und breite Öffentlichkeit |
| Ansprechpartner | K. Schmidt |
| Teilnehmerbeitrag | kostenlos |
| Weitere Informationen |
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