Oldenburg

Do. 10.01.2008, 14:00 bis 16:00

Vortrag

Typologie von Pflegesituationen in sechs europäischen Ländern

Methodik und empirische Ergebnisse am Beispiel von professioneller und informeller Unterstützung

Universität, Raum A6-4-411
Ammerländer Heerstr.
Oldenburg
Niedersachsen

Beschreibung:

Im Rahmen des von der EU geförderten Forschungsprojektes EUROFAMCARE wurden in sechs europäischen Ländern (DE, EL, IT, PL, SE, UK) die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen abgefragt und Unterstützungsmöglichkeiten hinsichtlich Vorhandensein, Verfügbarkeit, Bekanntheit, Nutzung und Akzeptanz untersucht. Die sechs ausgewählten Länder repräsentieren unterschiedliche Wohlfahrts- und Sozialstaatssysteme mit unterschiedlicher Ausgestaltung der Gesundheits- und Sozialpolitken.

Methoden

Pro Land wurden ca. 1000 persönliche Gespräche mit pflegenden Angehörigen durchgeführt. Zur Datenerhebung diente ein standardisierter Fragebogen (Common Assessment Tool, CAT). Mit Hilfe von Clusteranalysen wurden mehrere Cluster gebildet, die unterschiedliche Typen von Pflegesituationen beschreiben und länderübergreifende Analysen und Vergleiche zulassen.

Ergebnisse

Zu Anfang wird die Vorgehensweise der Clusteranalyse beschrieben. Dabei werden relevante Faktoren erörtert, die eine Beschreibung von Pflegesituationen erlauben. Die genaue Vorgehensweise zur Bildung der Cluster soll detailliert geschildert werden. Anschließend wird anhand empirischer Daten gezeigt, wie sich mit Hilfe der Cluster Aussagen über unterschiedliche Inanspruchnahme von professionellen und informellen Hilfen in den verschiedenen Ländern machen lassen, und welche Faktoren das Inanspruchnahmeverhalten der Pflegenden beeinflussen.

Diskussion

Die Vorteile der Clusteranalyse für Analysen komplexer Settings (Cluster, Pflegesituationen) sollen speziell im Hinblick auf Vergleichsmöglichkeiten dieser Settings diskutiert werden. Dabei ist hervorzuheben, dass Effekte nicht nur auf die aufgrund der Pflegesituation entstehenden Belastungen zurückgeführt, sondern auch durch kulturelle Gegebenheiten erklärt werden können. Die Erklärung dafür, wodurch Effekte beeinflusst werden, lässt sich vor allem durch Clusteranalysen liefern.

Daniel Lüdecke, Universität Bremen

KategorieWissenschaft
VeranstalterZentrum für Methoden der Sozialwissenschaften
Telefonnummer des Veranstalters0441 798-4855
Ansprechpartnermsw@uni-oldenburg.de
Weitere Informationen

 

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