Tübingen
Di. 16.01.2007, 18:00
Ringvorlesung
Über Donau und Leitha ins Reich und wieder zurück. Ungarische Studenten an Universitäten im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Ringvorlesung: Ungarn - jenseits von Puszta, Paprika und Piroschka
Eberhard-Karls-Universität, Kupferbau, Hs. 22
Mohlstr. 18
72074 Tübingen
Baden-Württemberg
Beschreibung:
HD Dr. Matthias Asche (Universität Tübingen)
Die deutsch-ungarischen Beziehungen sind in Europa beispielhaft, weil sie auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. Außerdem waren diese Begegnungen stets von einer solchen Intensität, dass sie bis in die Gegenwart reichende Spuren hinterlassen haben. So hätte Ungarn ohne die Türkenhilfe aus dem römisch-deutschen Reich seine staatliche Souveränität nicht aufrechterhalten können. Ebenso hätte Ungarn ohne die deutsche und speziell die südwestdeutsche Einwanderung vielleicht eine andere Prägung erfahren. Die ungarische Gesellschaft und ihre Bildung und Kultur erhielt entscheidende Impulse durch die deutsche Reformation und die akademische Peregrinatio junger Studierender aus Ungarn an deutschen Universitäten. Die demokratischen und nationalen Bewegungen Ungarns und Deutschlands waren 1848/49 Teil eines europaweiten historischen Prozesses, und das Schicksal beider Völker war in und nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts miteinander verknüpft. Den ungarischen Volksaufstand von 1956 erlebten nicht nur die Ungarn, sondern auch die Bürger in beiden deutschen Staaten als bedeutendes Ereignis. Schließlich trug die ungarische Unterstützung 1989/90 zur deutschen Wiedervereinigung bei. Das sind nur einige Schwerpunkte der deutsch-ungarischen Beziehungen, auf die einzugehen ist.
| Kategorie | Kultur/Medien/Musik |
| Veranstalter | Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde |
| Telefonnummer des Veranstalters | 07071/200-2514 |
| Ansprechpartner | Karin Kreuzmann |
| Weitere Informationen |
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