München

Do. 11.05.2017, 19:00 bis 21:00

Lesung

Pilsen-Theresienstadt-Flossenbürg

Die Überlebensgeschichte eines tschechischen Intellektuellen

Tschechisches Zentrum München
Prinzregentenstr. 7
80538 München
Bayern

Beschreibung:

Der bereits 1946 erschienene Bericht von Fridolín Machácek war eine der ersten in der Nachkriegs-Tschechoslowakei veröffentlichten Haftdokumentationen. Die Herausgeber Christa Schikorra, Jörg Skriebeleit und Jan Svimberský stellen den außergewöhnlichen Erinnerungstext vor.

 

Fridolín Machácek war u.a. Historiker, Lehrer und Redakteur in einer Person. Seine bohemistischen Aktivitäten brachten ihn noch im Alter von 60 Jahren in Gestapo-Haft und in das Konzentrationslager Flossenbürg. Machácek überlebte dort nur dank der Hilfe seiner tschechischen Mithäftlinge. Im November 1945 reiste er zusammen mit dem Pilsener Fotografen Mirko Kren nach Flossenbürg zurück. Seine Reisenotizen dienten als Grundlagen für ein Buch, das im Sommer 1946 unter dem Titel „Plzeň – Terezín – Flossenbürg“ erschien. Als ausgebildeter Historiker nahm er für sich eine Beobachterrolle in Anspruch, die seine Verarbeitung der eigenen Haft in mehrfacher Hinsicht exzeptionell macht. Immer wieder griff er bei der Beschreibung seines Leidensweges auf sein geschichtliches und heimatkundliches Wissen zurück und stellte Bezüge zu seiner böhmischen Heimat her. Und immer wieder reflektierte er pessimistisch über die Kulturlosigkeit der gegenwärtigen Deutschen.

 

Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg/Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Collegium Carolinum und dem Tschechischen Zentrum München.

KategorieKultur/Medien/Musik
VeranstalterTschechisches Zentrum München
Telefonnummer des Veranstalters089/21024932
AnsprechpartnerElly Walch
Weitere Informationen

 

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