Frankfurt/Main
Do. 16.03.2017, 19:00 bis 00:00
Podiumsdiskussion
Die Niederlande nach den Parlamentswahlen
Steht das Land vor „Nexit“ und „Ent-Islamisierung“?
Gallus Theater
Kleyerstr. 15
60329 Frankfurt/Main
Hessen
Beschreibung:
Die Parlamentswahlen in den Niederlanden bilden den Auftakt zu einer Reihe von Wahlen in europäischen Gründungsstaaten, die die weitere Entwicklung Europas in eine andere Richtung bedeuten könnten. Auch die Niederlande sind von Populismus, Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Anti-EU-Stimmungen usw. nicht verschont geblieben.
Seit Monaten liegt die PVV, die Partei von Geert Wilders, in den Umfragen weit vorne. In deren eine Seite umfassendem Wahlprogramm wird die Schließung aller Moscheen und islamischen Schulen, das Verbot des Korans, der Einreise von Migrant*innen aus muslimischen Ländern und des Tragens von Kopftüchern in der Öffentlichkeit gefordert. Entwicklungshilfe und Kunstförderung sollten eingestellt werden, Polizei und Armee dafür entsprechend aufgerüstet werden.
Diese Agenda bestimmt die niederländische Politik seit geraumer Zeit, andere Parteien bewegen sich in ähnliche Richtungen. Gleichzeitig werden die hier angesprochenen Fragen in Meinungsumfragen von den Wähler*innen als vernachlässigenswerte Themen eingestuft. Viel wichtiger sei ihnen vor allem eine gute Gesundheitsversorgung. Wahlforscher haben aufgrund dieser Umstände die These entwickelt, dass die Bevölkerung links denkt, sich selbst in der politischen Mitte verortet und rechts wählt.
Wie konnte aus einem vermeintlich liberalen Land eine populistische Hochburg werden? Geht es in Wirklichkeit um ein innenpolitisch motiviertes Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom? Was bedeutet das Wahlergebnis für das Land selbst und für die Europäische Union?
Mit:
Reinhard Bütikofer, MdEP, Co-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, Brüssel
André Krause, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster
Erica Meijers, Historikerin und Theologin, Amsterdam
Moderation:
Bruno Schoch, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK),
Frankurt/Main
Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe Europa in Bewegung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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