Tübingen
Mi. 03.12.2014, 18:00 bis 20:00
Vortrag
Die EU-Russland-Beziehungen und der Ukraine-Konflikt
Universität Tübingen Kupferbau (Hörsaal 23)
Hölderlinstraße 5
72074 Tübingen
Baden-Württemberg
Beschreibung:
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts stehen die EU-Russland-Beziehungen wieder oben auf der politischen Agenda und ihre weitere Entwicklung ist für beide Seiten von größter Bedeutung. Diese Beziehungen haben sich seit dem Ende des Kalten Krieges auf verschiedenen Ebenen – politisch, sicherheitspolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich - weiterentwickelt. Wirtschaftlich ist die EU für Russland von großer Bedeutung, denn das Land wickelt mit 47 % fast die Hälfte seines Außenhandels mit den Gemeinschaftsländern ab. Zudem kommen rund 70 % aller Auslandsinvestitionen in Russland aus den EU-Ländern. Auf der anderen Seite sind die Europäische Union und Russland in den an die EU östlich angrenzenden Ländern politische Konkurrenten. Das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Modell der EU übt eine große Anziehungskraft auf diese Länder aus, die einmal Teile der Sowjetunion waren. Besonders deutlich wurde das im letzten halben Jahr im Fall der Ukraine. In dem Vortrag werden die vielschichtigen Beziehungen vorgestellt und Entwicklungsperspektiven diskutiert.
Prof. Eberhard Schneider ist Politikwissenschaftler an der Universität Siegen mit dem Forschungsschwerpunkt Osteuropa. Seit 30 Jahren analysiert er für die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag die russische sowie ukrainische Innenpolitik. Außerdem ist er Beiratsmitglied im EU-Russia Centre in Brüssel und gibt für das Deutsch-Russische Forum in Berlin den monatlichen Newsletter "Russland intern aktuell" heraus.
| Kategorie | Politik |
| Veranstalter | Universität Tübingen (Institut für Politikwissenschaften) |
| Ansprechpartner | Prof. Gabriele Abels |
| Teilnehmerbeitrag | Eintritt frei. |
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