Bonn

Do. 23.01.2014, 19:30 bis 00:00

Podiumsdiskussion

Deutsches oder kosmopolitisches Europa?

Haus der Geschichte
Museumsmeile Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn
Nordrhein-Westfalen

Beschreibung:

 

Anlässlich des deutsch-französischen Tags diskutieren einen Tag darauf deutsche und französische Autoren, Journalisten und Wissenschaftler über Zukunftskonzepte und Visionen für Europa.

Podiumsdiskussion mit:

Guillaume Duval, Chefredakteur der französischen Wochenzeitschrift "Alternatives Économiques", Prof. Dr. Edgar Grande, Lehrstuhlinhaber für Politikwissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut München, Dr. Ulrike Guérot, Senior Associate für Deutschland bei der Open Society Initiative for Europe(OSIFE) , und Laurent Leblond, Journalist mit Schwerpunkt auf den deutsch-französischen Beziehungen, der regelmäßig für den Radiosender „France Culture“ und die Zeitung „Le Monde“ gearbeitet hat.

Moderation: Joachim Fritz-Vannahme, Europa-Experte bei der Bertelsmann Stiftung und Journalist.

Spätestens seit Angela Merkel von vielen in der Finanzkrise als die Retterin des Euro wahrgenommen wird, sprechen Journalisten und Wissenschaftler wieder häufiger vom „deutschen Europa“, vor dem Thomas Mann 1956 warnte. Die europäische Politik der vergangenen Jahre wird tatsächlich maßgeblich von den Vorstellungen eines ökonomisch sehr erfolgreichen Deutschlands bestimmt. Gibt es Alternativen zu diesem Europa-Konzept? Ist ein Europa der auf Augenhöhe kommunizierenden und gleichberechtigt entscheidenden Partner eine Utopie? Auf jeden Fall kann Deutschland ohne seine europäischen Nachbarn nicht erfolgreich sein. In ihrem gemeinsamen Buch „Das kosmopolitische Europa“ zeichnen Edgar Grande und Ulrich Beck das Bild einer europäischen Gesellschaft, in der ethnische und kulturelle Unterschiede auf politischer und gesellschaftlicher Ebene unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen gelebt werden. Vielleicht sollte man sich aber doch ein Vorbild an Deutschland nehmen – wie Guillaume Duval hingegen meint, nicht an den Sozialreformen der Schröder-Zeit, sondern vielmehr an der traditionellen Gesellschaftsstruktur, in der grüne Technologien gefördert werden und Wirtschaft und Politik dezentral organisiert sind.

Am Ende der Podiumsdiskussion werden Guillaume Duval und Laurent Leblond ihre Bücher signieren: Made in Germany. Le modèle allemand au-delà des mythes (2013) und Le Couple franco-allemand. Une relation passionnelle (2013).

Eintritt frei.

Veranstaltung mit deutsch-französischer Simultanübersetzung.

 

KategoriePolitik
VeranstalterInstitut français Bonn
AnsprechpartnerHortense Duprey
 

 

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