Berlin

Fr. 16.03.2012, 19:00

Podiumsdiskussion

Im Osten nichts Neues? Russland nach den Präsidentschaftswahlen

Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
Sophienstraße 28 / 29
Berlin
Berlin Brandenburg

Beschreibung:


Am 4. März haben in Russland Präsidentschaftswahlen stattgefunden, bei denen, wie  vorgesehen, Wladimir Putin mit absoluter Mehrheit schon  in dem ersten Wahlgang mit knapp 64%  zum Präsidenten gewählt wurde. Das heutige Russland ist aber anders als noch vor 4 Jahren, als Putin Kreml verlassen hat. Das Interesse der russischen Bürger an der Demokratisierung ist deutlich gestiegen. Das zeigte sich durch die Protestenwelle gegen die Fälschungen bei der Duma-Wahl, sowohl in russischen aber auch in anderen europäischen Großstädten. Auch bei der Durchführung der Präsidentschaftswahl wurden Manipulationen vorgeworfen. Unabhängige Wahlbeobachterorganisationen registrierten wieder am Wahltag tausende Verstöße gegen das Wahlrecht.
 
Welche Rolle spielt politische Opposition in Russland? Ist sie nur Anzeichen des politischen Pluralismus in Russland und stärkt somit nur demokratische Legitimation Putins als Staatspräsident?  Gibt es eine Chance auf reale politische Veränderungen für Russland in der näheren Zukunft? Steckt hinter den Demonstrationen ein Veränderungspotenzial? Inwieweit hat sich die politische Position Putins in den letzten Monaten verändert?
 
Diese und andere Fragen werden im Gespräch mit unseren Referenten diskutiert.   

Gäste:
 
Stefan Meister ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und arbeitet dort u.a. zu den Schwerpunkten Russische Außen- und Sicherheitspolitik und EU-Russland-Beziehungen. Außerdem hat er als OSZE-Wahlbeobachter gearbeitet.
 
Alexander Sosnowski arbeitet als Freier Journalist beim Radio Deutsche Welle, Hauptstadtstudio Berlin und  bei der Zeitschrift "Ogoniok/ Kommersant" aus Moskau. Und war viele Jahre als Deutschlandkorrespondent bei verschiedenen namhaften russischen Medien tätig, z.B., der Zeitung "Moskowskie Novosti/ Moscow News".
Sergey Medvedev vertritt Initiative Freie Wahlen in Russland, Berlin.
 
Moderator:

Mariusz Rybak ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Internationaler Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin. In seinen neusten Forschungsarbeiten befasst er sich mit den vielfältigen Auswirkungen des Transitionsprozesses in Russland.

KategorieWissenschaft
VeranstalterMost-Brücke e. V.
Teilnehmerbeitragkostenfrei

 

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