Bremen

So. 04.03.2012, 11:30 bis 13:00

Vortrag

Europäische Gespräche

DER WEG IST KLAR, WIR MÜSSEN UNS NUR ERINNERN, WARUM WIR IHN GEHEN WOLLTEN

Theatergalerie im Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Bremen

Beschreibung:

 

DER WEG IST KLAR, WIR MÜSSEN UNS NUR ERINNERN, WARUM WIR IHN GEHEN WOLLTEN

Vortrag und Diskussion mit Robert Menasse, österreichischer Schriftsteller und Essayist

Der Schriftsteller Robert Menasse hält sich derzeit immer wieder in Brüssel auf, um für sein nächstes Buch zu recherchieren - einen Roman, dem ein Gedanke zugrunde liegt: die Überwindung der Nationalstaaten. Vor nicht allzu langer Zeit sah der wachsame Künstler in der Europäischen Union noch eine Gefahr für demokratische Grundsätze, heute denkt er anders, „weil ich begonnen habe, über Dinge nachzudenken, die in Frage zu stellen ich kurz vorher nicht wagte: Ich dachte immer, man muss die Demokratie verteidigen, ich hätte mich wo angekettet, um die Demokratie zu verteidigen. Jetzt frage ich mich, ob wir das, was wir unter Demokratie verstehen, nicht einfach entsorgen sollten. Man muss Demokratie neu erfinden, man muss die alte nationale Demokratie stoßen, damit sie fällt, damit der Platz frei wird für eine wirkliche und wahre europäische Demokratie.“ Robert Menasse empfindet die Gegenwart als Übergangszeit in eine neue Ära, jene der übernationalen Demokratie: „Die Ursache der großen Verbrechen des 20. Jahrhunderts ist der Nationalismus. Seine Beseitigung, die Überwindung der Nationalstaaten, war bereits der Traum großer Dichter von Novalis bis Thomas Mann. Es ist unsere Aufgabe, endlich - im 21. Jahrhundert - das 19. Jahrhundert zu überwinden.“

Europäische Gespräche - Eine Zusammenarbeit von Helga Trüpel (MdEP) und dem Theater Bremen

 

KategoriePolitik
VeranstalterEuropabüro Bremen
AnsprechpartnerDr. Robert Hodonyi, robert.hodonyi@gruene-bremen.de
Weitere Informationen
 

 

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