Hannover

Di. 29.11.2011, 18:00 bis 21:00

Podiumsdiskussion

Am Anfang war die „Jasmin-Revolution“

Politische Veränderungen im Maghreb und Maschrek

Deutsche Bundesbank – Hauptverwaltung Hannover-
Georgsplatz 5
30159 Hannover
Niedersachsen

Beschreibung:

 

Die Selbstverbrennung des jungen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Provinzstadt Sidi Bouzid löste im vergangenen Dezember eine Welle von Protesten und Unruhen in ganz Tunesien aus, angeführt von der jungen Generation des Landes. Sie gingen gegen stark gestiegene Lebensmittelpreise, hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Zukunftschancen trotz guter Bildung auf die Strasse. Dank Internet und Facebook mündeten die Proteste und die gewaltsamen Reaktionen der Regierung in einen Volksaufstand und den Sturz des Regimes.

Aus einem verzweifelten Akt des Protestes wurde eine Massenbewegung.  Sie erfasste sehr schnell die benachbarten Staaten des Maghreb von Marokko bis Libyen und ebenso den Maschrek, also die arabischsprachigen Staaten von Ägypten über Jordanien, Libanon, Syrien und den Irak. Im Jemen dauern die Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition weiter an, sogar in Saudi-Arabien und den Golfstaaten forderte die Bevölkerung mehr Demokratie. Dabei steht der Prozess der Veränderungen vielfach noch am Anfang. In Ägypten ist ein Erfolg der Demokratisierung noch längst nicht sicher, die Zukunft für ein demokratisches Libyen, erst recht für Syrien und den Jemen ist weiter ungewiss.

Welche Herausforderungen bedeuten diese Veränderungen für die Politik der Europäischen Union. Wie kann die Außenpolitik der EU den Demokratisierungsprozess der Nachbarländer unterstützen und neue Partnerschaften gestalten. Fast ein Jahr nach der „Jasmin-Revolution“ und den ersten Parlamentswahlen im neuen Tunesien versucht das Europäische Informations-Zentrum Niedersachsen mit dieser Veranstaltung eine erste Bilanz und einen Ausblick zu geben.

Das Europaparlament hat mit der Verleihung des diesjährigen Sacharow-Preises jetzt ein Zeichen gesetzt: es ehrt fünf Aktivisten des „Arabischen Frühlings“, darunter posthum den tunesischen Gemüsehändler Mohamed Bouazizi.

Ein wichtiges Signal aus Europa für die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt.

 

Kategorie
VeranstalterEIZ Niedersachsen
Telefonnummer des Veranstalters0511/120-88 88
E-Mail für Anmeldungen eiz(at)stk.niedersachsen.de
AnsprechpartnerKatja Broschei
TeilnehmerbeitragEintritt frei!
Weitere Informationen

 

Teilen: Twitter Facebook LinkedIn Email
Diesen Termin in meinen Kalender importieren