Bremen

So. 26.06.2011, 11:30 bis 13:30

Podiumsdiskussion

Die Kunst der Verklärung?

Perspektiven der deutsch-chinesischen Beziehungen nach dem Fall Ai Weiwei

Theater Bremen
Goetheplatz
28203 Bremen
Bremen

Beschreibung:

 

Es diskutieren:

  • Helga Trüpel, MdEP
  • Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe-Instituts)
  • Wolfgang Eichwede (Historiker)


Moderation: Annemarie Struß-von Poellnitz, Wirtschaftsredaktion WESER-KURIER

Seit den Umbrüchen in der arabischen Welt versucht die Kommunistische Partei Chinas verstärkt im eigenen Land Bestrebungen für mehr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Keim zu ersticken. Jüngstes Opfer des restriktiven Vorgehens gegen Intellektuelle, Dissidenten, Internet-Aktivisten und Künstler ist Ai Weiwei, dessen Concept Art und politische Aktionen schon lange ein Dorn im Auge der chinesischen Führung sind. Betroffen sind Bürgerrechtler, Anwälte und Menschenrechtsaktivisten, auch die Verurteilung des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo zu 11 Jahren Gefängnis zeigt die Härte des Vorgehens.

Alle Hoffnungen auf ein politisches Tauwetter im Reich der Mitte, wie sie zuletzt mit den Olympischen Spielen in Peking verbunden waren, sind nicht eingelöst worden. Die Verhaftung Ai Weiweis kurz nach der Vernissage der deutsch-chinesischen Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ in Peking hat dagegen einmal mehr die Grenzen eines gut gemeinten kritischen Dialogs mit China verdeutlicht. In Deutschland wurde daraufhin eine Debatte angestoßen, die um die Grundlagen, Bedingungen und Möglichkeiten der weiteren deutsch-chinesischen Beziehungen kreist. Denn angesichts starker wirtschaftlicher und finanzieller Abhängigkeiten muss gefragt werden, wie sich perspektivisch der strategische Umgang Europas und Deutschlands mit China gestalten kann.

 

KategoriePolitik
VeranstalterEuropabüro Bremen
AnsprechpartnerDr. Robert Hodonyi, robert.hodonyi@gruene-bremen.de

 

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