München

Mi. 02.11.2011, 21:00

Tschechischer Avantgardefilm I

Filmmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
München
Bayern

Beschreibung:

 

Die tschechische Filmavantgarde revolutionierte in den 30er Jahren das Genre. Kunstströmungen wie der Surrealismus und Funktionalismus wurden im Medium Film aufgegriffen. Es werden zehn kurze Experimentalfilme vorgestellt. Mit einer Einführung von Eva Strusková vom tschechischen Nationalen Filmarchiv in Prag.

Unter den zehn kurzen Experimentalfilmen, die vorgestellt werden, befinden sich auch mehrere Filme zweier wichtiger Vertreter des tschechischen Avantgardefilms, Jan Kučera und Jiři Lehovec. Wir zeigen Lehovec surrealistischen Film MAI (MAJ, 1935), den er in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Emil F. Burian für die gleichnamige Theaterproduktion geschaffen hat. Der Film wurde ein Jahr später von Čeněk Zahradníček noch einmal neu gedreht und besteht hauptsächlich aus erotischen Nahaufnahmen des menschlichen Körpers. Trotz der politischen Krisen und der deutschen Okkupation konnte Lehovec von 1938-1941 sechs Dokumentar-und Lehrfilme vollenden, in denen er verschiedene Stile und Mittel einsetzte. Die innovativsten Produktionen waren DAS MAGISCHE AUGE (DIVOTVORNE OKO, 1939) und RHYTHMUS (RHYTHMUS, 1941). Beide Filme sind eine Mischung aus Experimental-und Dokumentarfilm, aus Selbstreflexion und Erzählung, Funktionalismus und Surrealismus.

Kučera ist mit dem Film BURLESKE (BURLESKA, 1932) vertreten, der gleich drei eigentlich unvereinbare Elemente zusammenmontiert: Wochenschauaufnahmen von der Kriegsfront, Nahaufnahmen eines Kartenspiels und Positiv-und Negativbilder einer Blume. Damit stellte der Filmemacher die Konzepte von Fiktion und Nicht-Fiktion in Frage und reflektiert den Strom des Unterbewusstseins.

 

KategorieKultur/Medien/Musik
VeranstalterFilmmuseum München, Tschechisches Zentrum
Teilnehmerbeitrag€ 4
Weitere Informationen

 

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